Die jahrgangsgemischte Eingangsstufe an der Grundschule am Feldbusch

Die immer größer werdenden Unterschiede der Fähigkeiten und Lernvoraussetzungen, die die Kinder zum Schuleintritt mitbringen, und die inklusive Beschulung von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf erfordern ein Umdenken der Schulgemeinschaft und eine Veränderung des Unterrichts. Das Kollegium unserer Schule wird dieser Tatsache durch den jahrgangsübergreifendem Unterricht im 1. und 2. Schuljahrgang gerecht.

 

Lernen und Arbeiten in der Eingangsstufe:

  • Alle schulpflichtigen Kinder eines Jahrganges werden eingeschult. Es gibt keine Zurückstellungen in einen Schulkindergarten.
  • Schülerinnen und Schüler besuchen die Eingangsstufe in der Regel zwei Jahre. Lernstarke Kinder können bereits nach einem Jahr in den 3. Schuljahrgang wechseln. Kinder, die mehr Zeit zum Lernen brauchen, bleiben drei Jahre in der Eingangsstufe.
  • Es gibt kein Lernen im Gleichschritt: Jedem Kind wird sein eigenes Lerntempo zugestanden.
  • In jedem Jahr verlassen diejenigen Kinder, die die geforderten Kompetenzen der Eingangsstufe erreicht haben, die Gruppe, um ins 3. Schuljahr zu gehen. Das sollte im Idealfall etwa die Hälfte der Gruppe sein.
  • In jedem  Jahr kommen Lernanfänger in die Gruppe. Auch hier wäre es ideal, wenn etwa die Hälfte der Gruppe aus Lernanfängern bestünde.
  • Die Lerngruppen sind heterogen. Die Unterschiedlichkeit der Kinder wird als Bereicherung gesehen. Der jahrgangsgemischte Unterricht ermöglicht ein höheres Maß an individueller Lernentwicklung und fördert das soziale Lernen. Er schließt nahtlos an die Arbeit der Kindertagesstätten an.
  • Besonders leistungsstarke Kinder können in einem oder mehreren Fächern gemeinsam mit den älteren Schülerinnen und Schülern lernen.
  • Das gilt umgekehrt auch für die Kinder, die mehr Zeit zum Lernen brauchen. Auch sie können mit denjenigen in der Lerngruppe gemeinsam lernen, die auf dem gleichen Lernstand stehen.
  • Mit Beginn eines jeden Schuljahres ändert sich für das Kind seine Stellung innerhalb der Lerngruppe. Dadurch kommen auch leistungsschwächere Kinder in die Helferrolle, die ihr Selbstbewusstsein stärkt. Andererseits kann auch ein leistungsstarkes Kind erfahren, dass es andere Kinder gibt, die mehr können als es selbst.
  • Die Rolle der Lehrkraft verändert sich vom Stoffvermittler zum Lernbegleiter. Teamarbeit ist wesentlicher Bestandteil der Arbeit in der Eingangsstufe.
Bereits erprobte Unterrichtsformen wie Tagesplan, Wochenplan und Werkstattarbeit werden weiter ausgebaut.